… bei der verstärkten Bejagung von Schwarzwild im ASP-Restriktionsgebiet des Landkreises Bautzen

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) hat den Landesjagdverband Sachsen e.V. mit der verstärkten Bejagung von Schwarzwild zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) u.a. im Restriktionsgebiet des Landkreises Bautzen beauftragt. Hierfür bekommt der LJVSN e.V. im Rahmen eines Förderprogrammes von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) einen Betrag in Höhe von rund 1,5 Millionen € zur Verfügung gestellt, der zuvor in einer Kabinettsitzung der Sächsischen Staatsregierung beschlossen worden ist.

Das Ziel des Projektes ist die signifikante Reduktion des Schwarzwildbestandes im Restriktionsgebiet, um die ASP so weit wie möglich einzudämmen. Mit dem durch den Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellten Betrag werden sowohl die notwendigen personellen Voraussetzungen für die Maßnahmen geschaffen als auch die erforderliche Ausrüstung dafür beschafft.

Das Bejagungskonzept sieht Drückjagden, aber auch Erntejagden und die Möglichkeit des Einzelansitzes vor. Angesetzt werden die Drückjagden an Samstagen, parallel an zwei verschiedenen Orten. Neben Jägern und Treibern werden zudem Stöberhund-Meuten zum Einsatz kommen. Auch die Probenentnahme wird organisiert und findet jeweils zentral am Streckenplatz statt.

Das Hauptaugenmerk der „verstärkten Bejagung“ liegt auf der Durchführung von Drückjagden. Geplant sind insgesamt 20 Jagdwochenenden mit jeweils 2 Jagden. Auch Nachsuchengespanne sowie der Versicherungsschutz werden über den Landesjagdverband sichergestellt.

Für den LJVSN e.V. waren die nachfolgenden Punkte bei der Entwicklung und der Vorstellung des Projektes im SMS unabdingbare Voraussetzung:

  • Das Motto lautet: Hilfe zur Selbsthilfe!

  • Die verstärkte Bejagung wird gemeinsam mit den Jägern vor Ort erfolgen!

  • Die Maßnahmen sind zur Unterstützung der betroffenen Revierinhaber gedacht.
  • Der jeweilige Jagdausübungsberechtigte bleibt selbstverständlich der Herr in seinem Revier und hat das Sagen vor Ort!
  • Der LJVSN e.V. bietet lediglich Unterstützung in Form von Personal und Material an.

Der Revierinhaber stellt den Jagdleiter, kann dies aber auch delegieren. Die Abschussprämie kommt auch weiterhin dem Jagdausübungsberechtigten zu Gute. Die Koordination zwischen Jagdausübungsberechtigten und Behörden übernimmt der Landesjagdverband. Zudem werden über den Landesjagdverband Sachsen e.V. Jagden organisiert und zusätzliche Jäger rekrutiert.

Der LJVSN e.V. hat zudem ein großes Arsenal an jagdlichen Einrichtungen, dessen Transport und Verwaltung er ebenfalls übernimmt. Auch für die Desinfektion, Wildbergung und Verwertung wird Ausrüstung gestellt. Wildbergung und Verwertung werden ebenfalls organisiert. Gleiches gilt für mobile Desinfektionsstationen, Fahrzeuge sowie Kühl- und Transportanhänger.

Die aus dem Fördertopf der SAB zu beschaffenden Ausrüstungsgegenstände werden den Jagdausübungsberechtigten kostenfrei für die Dauer der jeweiligen Jagden zur Verfügung gestellt.

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich an den Koordinator:

Georg Stötzel – Mobil: 0172 – 977 97 80 – E-Mail:

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